Sonntag, 8. November 2015

Costa Rica, superteuer nicht supergeil

Playa del Coco war unser Ziel nach der Grenze. Nicht allzu weit entfernt und gut zur Entspannung. Die hatten wir auch noetig nach unserem Grenzuebergang nach Costa Rica. Der tolle Grenzbeamte wollte heute mal bei jedem Touri das Rueckflugticket sehen. Natuerlich hatte in unserer Schlange, die Haelfte der Backpacker kein Ticket. Die wurden dann aber von ihm aus auch schoen aus der stundenlangen Schlange geschickt, mussten sich vor dem Buero ein Busticket fuer 40 Dollar zurueck nach Nicaragua holen und durften sich dann wieder anstellen…..So eine Schinderei!
Als ob irgendein Touri auch nur jemals dieses Ticket benutzen wuerde. Das Ganze ist einfach nur Geldmacherei und Quaelerei. Naja…..wir durften dann wirklich unseren Laptop hochfahren um unser pdf des Flugtickets vorzuzeigen, den wir hatten ja schon unseren Ruecklflug gebucht, zum Glueck aus Panama. Als der gute Grenzbeamte dann aber sah, dass unser Rueckflug erst in 5 Wochen ist, hat er uns den 90 Tage Stempel, der uns eigentlich rechtlich zusteht und den er auch schon gestempelt hatte, aus dem Pass gestrichen und ihn durch einen 30 Tage Stempel ersetzt. Dann hat er gesagt, wir muessen in 30 Tagen aus dem Land sein. Meine gedankliche Antwort war: Wir wollen hier auch nicht laenger drin sein, Sie asozialer……..mit……..!!! Such dir nen anderen Job, wenn du ungluecklich bist!!

Naja Im Playa de Coco erwartete uns dann der naechste Schock. Wir waren in Amerika.
Schilder auf Englisch, amerikanisches Essen und Englisch an jeder Ecke…..Naja, zum Glueck waren wir in der low season da, und nicht viele Touris mit uns.

Trotzdem sind die Preise der wahnsinn in Costa Rica. Dorm room ab 15 pro Nacht, private Zimmer ab 35 oder 40 Dollar Minimum wenn man Glueck hat. Restaurant: kein Essen unter sieben oder acht Euro. Meistens im zehn, fuenfzehn Euro Bereich. Supermarkt: Nutella 7 Euro, Shampoo 8-12 Euro…..und es hoert nicht auf. Milch; ein Euro, das geht gut, aber Kaese: 4 Euro……die Preise sind hoeher als in Deutschland. Man weiss gar nicht, wie arme Leute hier ueberleben. Im billigsten Klamottenladen: importierte H&M Shorts mit dem Preisschild von 13 Euro, kosten hier 30 Dollar….na herzlichen Glueckwunsch….
Normale touri Shuttlebusse, sind hier unbezahlbar…. 50 Dollar fuer 4 Stunden Fahrt. Da nehmen wir lieber 8 Stunden lokalen Bus fuer insgesamt 8 Euro in Kauf…..

Naja, genug beschwert…. Playa de Coco war ein echt schoener Strand und unser Hotel war auch schoen, nachdem wir beschlossen hatten 20 Dollar pro Nase fuer einen Dorm room zu zahlen, den wir jedoch fuer uns alleine hatten. Schnorcheln konnte man am Strand sogar recht gut, wir haben riesige Pufferfische in allen Farben gesehen und noch ein paar andere lustige Tierchen.

Am Hotelpool sind uns sogar jede Menge Echsen besuchen gekommen, ich wusste gar nicht, dass die Dinger sich oft in den Baeumen aufhalten.





Samstag, 7. November 2015

Ometepe

Ometepe ist eine Vulkaninsel im See Nicaragua. Hier wollte Daniel mal wieder einen Vulkanbesteigen, doch ohne mich, bei 35 Grad und Sonnenschein.

Die Insel ist schon schoen anzusehen, wie sie da so mit ihren zwei Vulkanen aus dem riesigen See ragt, dennoch hat sie mich ein wenig enttauscht. Die von den Bewohnern angepriesenen schoensten Straende, bestehen eher aus festgetretener dunkler Vulkanerde, auf der sich die Moskitos nur so tummeln. Auch das Wasser des Sees ist nicht besonders schoen.

 Die Ojos de Auga, kleine vulkanische Mineralquellen haben zwar eine schoene tuerkise Farbe, man fuehlt sich jedoch eher wie im Schwimmbad mit den ganzen :Leuten um einen herum auf ihren Poolliegen.


Geniessen kann man auf jeden Fall die Aussicht und auch die Flora und Fauna der Insel. Was uns bei unserer Rollerfahrt nicht alles ueber den Weg gelaufen istL: Schlangen, Katzen, Hunde, Rinder, Pferde, Kinder, Huehner….. und noch vieles mehr. Dabei faehrt man durch kleine Doerfer wie Los Angeles und Tel Aviv.


Wenn man Pech hat, bleibt man in Mitten einer Rinderherde stecken, die gerade entlang der Strasse getrieben warden.

Und hier fuehrt die Hauptstrasse der Insel, mitten ueber die Landebahn, des Flughafens, der aus einem Funkturm besteht.


Was einem in Zentralamerika auffaellt, ist die rege benutztung von Pferden noch als Zug und Lasttiere, sowie Fortbewegungsmittel. Was in Asien die Ochsen und Wasserbueffel sind, sind hier die Pferde.

Daniels AUsblick vom Vulkan Concepcion



Zum Abschluss trafen wir noch einen Tourguide der Deutsch sprechen konnte. Als wir ihm sagte, dass wir nach Costa Rica weiterziehen, sagte er nur: costa Rica ist supergeil! Jetzt muss ich andauernd an den Opa aus der EDEKA Werbung denken. Supergeil!

Sonnenuntergang ueber dem Concepcion

Mittwoch, 4. November 2015

San Juan del Sur



San Juan del Sur, ist so ungefaehr der beruehmsteste Strandort in Nicaragua, und eine Brutstaette fuer Surfer. Jeder weiss, was das natuerlich bedeutet: Genau,  betrunkene Australier an jeder Ecke….
 Das Lustige ist, in San Juan selber, kann man gar nicht so gut surfen, sondern muss zu einem der vielen Straende der Umgebung fahren.

San Juan liegt in einer kleinen Bucht umgeben von Klippen und der zweitgroessten Jesusstatue der Welt, nach Rio, die von dort auf einen hinunter schaut. Kein Wunder, dass man sich staendig beobachtet fuehlt, von da oben.

Wir beschlossen unser Glueck mit Surfen am Playa Hermosa zu versuchen. Neben einem Surfstrand, ist es naemlich auch ein schoener Badestrand, dort wurde naemlich auch eine Staffel Survivor gedreht. 


Das Surfen hat grossen Spass gemacht! Man musste nur wirklich aufpassen, weil im seichten Wasser recht viele kleine Rochen waren, auf die man nicht treten sollte.




nicht jeder kann so schoen vom Surfbrettfliegen! Man sieht die ehemalige Turnerin ;)



Zum Abschluss feierten wir noch Halloween mit einer Amerikanerin Tracey, die wir dort kennen gelernt hatten. Unsere Kostueme Waldo und Wenda hatten wir ja schon und den ganzen Abend stolperten irgendwelche Betrunkene vorbei und schrien, ich hab euch gefunden!

Montag, 2. November 2015

Laguna de Apoyo, und Ganada



Wenn ihr in Nicaragua seid, dann muesst ihr einen kleinen Abstecher hier hin machen! Die Laguna de Apoyo ist ein vulkan/Mineralsee, der eine leicht tuerkise Farbe hat, umgeben von Dschungel. An eine Seite tummeln sich ein paar Hostels, aber wiedermal waren wir fast alleine in unserem. Hostel mit Strand direkt an der Lagune, Kajaks zur freien Verfuegung, tolles Wetter und ein wunderbarer See laden ein, alle Probleme der Welt zu vergessen. 






Granada

Granada ist eine weitere Kolonialstadt, diese jedoch weitaus touristischer als Leon,  auch deswegen reicher und gepflegter, jedenfalls in der Innenstadt und touristischem Zentrum. 
Hier beschloss ich ein bisschen in einer Spanischschule mein Spanisch aufzufrischen und mal wieder touristisches Essen zu geniessen, eine Pause von dem typische carne asado und frijoles, die es sonst den ganzen Tag zu essen gibt.
Neben den staedtischen Genuessen beschlossen wir mit dem Boot eine Rundfahrt auf dem See Nicaragua (Der groesste See Mittelamerikas) zu machen und ein paar der ueber dreihundert Inseln zu besuchen. Was uns vorher nicht gesagt worden ist, dass auf den meisten Inseln nicht viel Natur uebrig geblieben ist neben den protzigen Villen, die sich die Reichen fast auf jede Inseln gestellt haben. Einzig und allein eine winzige Insel ist uebrig geblieben und von Affen besiedelt. Trotzdem war es recht unterhaltsam zwischen den kleinen Inseln des Sees hindurchzutuckern. 








Freitag, 30. Oktober 2015

Masaya, Herr der Ringe

Wir machten einen Stopp in der Arbeiterstadt des Kundhandwerks; Masaya. Neben den kleinen handwerklichen Maerkten, sind wir Hauptsaechlich wegen dem Vulkan Masaya dorthin gefahren, doch auch die Stadt war recht suess und untouristisch anzusehen. 
Ausversehen sind wir in ein Festival hineingeraten, das los Aguizotes (nicht Halloween) bei dem sich die Menschen als Horrorfiguren als lokalen Marchen und Alptraeumen verkleiden…
.komischerweise laufen viele der junge Maenner auch als Frauen verkleidet in der Gegend rum. 


Gruppen von Maennern, als Schulmaedchen verkleidet ;)




Tanzend zu lauter Musik, bahnt sich der Umzug den Weg durch die Stadt. Ich wurde ploetzlich von zwei kleinen Jungen im Kostum in eine Ecke gedraengt und angetanzt, und nicht mehr in Ruhe gelassen bis ich genug mitgetanzt hatte. Daniel hat natuerlich, anstelle mir zu helfen, sich einfach nur totgelacht.



Der Nationalpark des Vulkans Masaya war echt beeindruckend. Er bestand aus zwei Kratern, die direkt nebeneinander liegen und nur von einem kleinen Bergkamm, den man entlang spazieren konnte. Einer der Krater raucht und brodelt, waehrend der andere gleich daneben nicht mehr aktiv ist und von Dschungel durchwachsen. Steht man nun auf diesem Bergkamm, dann fuehlt man sich wie in Herr der Ringe. Auf der einen Seite liegt Mordor, auf der anderen das schoene Auenland.


das Auenland;



Bergkamm mit Blick auf Mordor:



Donnerstag, 29. Oktober 2015

Las Penitas, ein kleines Stueck Paradies

Zwanzig Minuten von Leon entfernt liegt ein kleines Stransparadies namens Las Penitas am Pazifik. Daniel und ich hatten mal wieder ein wahnsinns Hostel direkt am Strand fuer uns ganz alleine. Haengematten zwischen Palmen, Strand ohne eine Menschenseele und hohe Wellen zum spielen. Wir versuchten sogar zu surfen, doch die Wellen waren zu unregelmaessig und stark, dass man sich gar nicht richtig durchkaempfen konnte um ueberhaupt Eine zu surfen. Unser Hostel Bomalu ist fuer jeden zu empfehlen, der sich dorthin verirrt. 

Und um euch alle neidisch zu machen, hier ein paar Bilder:




Daniel auf dem Weg zum surfen.




Mittwoch, 28. Oktober 2015

Leon, die Revolution


Unser erster Abstecher in Nicaragua war Leon. Eine alte Kolonialstadt im Norden des Landes, mit viel Charme und einiger historischer Bedeutung. 
Im Buergerkrieg hatte es seine Rolle als Standort der Liberalen und im Revolutionsmuseum kann man sich noch von Veteranen die Gesichte der Revolution hautnah erzaehlen lassen. Vom Dach des Revolutionsmuseums hat man zudem einen gigantischen Ausblick auf die Daecher der Stadt mit ihren Kathedralen und Kirchen.
Bei einem Stadtspaziergang fallen einem viele Graffiti in der ganzen Stadt auf, die die Revolution feiern.








Und lasst mich euch eins sagen, Nicaragua ist heiss! Wahnsinnig heiss! Normalerweise ist hier Regenzeit, der Regen kommt meist jedoch nur nachts, sodass wir wirklich wahnsinniges Glueck mit dem Wetter haben. Durch die Saison befinden wir uns in der low season und nicht selten haben wir sogar ganze Hostels fuer uns alleine. Low Seasons sind mir noch nie so aufgefallen wie auf unserer Reise in Suedamerika. Billiger, weniger Touristen und trotzdem einigermassen gutes Wetter, was will man mehr!

In Leon trafen wir auch im Hostel einen jungen Australier, Luke. Zufaellig kam ich vorbei, wie er seinen Finger in eine Schuessel mit kaltem Wasser tauchte und mit der Hostelinhaberin spekulierte ob er den ins Krankenhaus muesse oder nicht. Da mich im Vorbeigehen das schlechte Gewissen plagte, drehte ich nochmal um, um ihm aerztliche Beratung zu geben. Ich dachte, was kann der Junge denn schon schlimmes haben, vielleicht einen verstauchten Finger? Pustekuchen! Als der gute Luke seinen Finger aus dem kalten Wasser zog und mir unter die Nase hielt, fiel mir alles aus dem Gesich und ich konnte ein kleines oh scheisse nicht vermeiden. Sein gesamter Finger war geschwollen und eine riesen Beule, rot und graeulich, die Haut ueber der Mitte aufgeplatzt und Fleisch quoll heraus…….Nunja meint er, vor einer Woche hatte er einen Insektenstich, der sich infiziert hatte, das Antibiotika hat auch nicht geholfen, und es hat sich verschlimmert, ob er noch bis morgen mit Krankenhaus warten solle war die Frage…… Meine Antwort: wenn du deinen Finger behalten willst, dann gehst du jetzt sofort! Und ich tat meine gute Tat des Urlaubs und schleppte ihn ins Krankenhaus, wo ich mit meinem gigantischen Spanisch einen Doktor fuer uns organisierte, der leider nicht so die Ahnung hatte, dann allerdings seine Oberaerztin holte, der genau wie mir beim Anblick seines Fingers alles aus dem Gesicht fiel. Noch am selben Tag wurde er operiert, hatte aber als Privatpatient ein ganz nettes, sauberes Zimmer lein und sein Finger durfte er auch behalten. 
 Was so ein Sanfliegenstich alles anrichten kann in den tropen ist schon wahnsinnig.