Montag, 21. September 2015

Kyoto


So meine lieben Freunde es wird Zeit fuer einen Exkurs in die japanische Nudelwelt.
Das bekannteste Essen der japanischen Welt neben Sushi, wird wohl der Ramen sein, der jedoch urspruenglich aus China kommt und nur von den japanern uebernommen worden ist. 
Ramen ist ein Nudelsuppe, die Nudeln sind recht duenn und lang. 
Neben Ramen gibt es noch die Udon und Sobanudeln zu essen, die nur in einer Sosse und keiner richtigen Suppe gereicht werden. Beide koennen kalt oder warm sein. Soba sind duenne braune, aehnlich wie Vollkornnudeln, waehrend Udon dickere Weizennudeln sind, (siehe Bild). 
Die bekanntesten Nudeln und am meisten gegessenen werden wohl Bukkake Udon sein (mit verschiedenen Wunschtoppings), und jeder der jetzt lacht sollte seine Zeit weniger auf ominoesen Internetseiten verbringen ;)



Weiter gehts mit unserem Ausflug in Kyoto. Man konnte sich gar nicht satt sehen an den verschiedensten Schreinen und Tempeln, die Kyoto im Angebot hat, deswegen wird folgender Post meist aus Bildern bestehen;






zwei Maedchen im traditionellen Yukata nach ihrem Gebet:



Schrein der tausenden von Toris. (Tausende von Tori bilden den Pilgerweg hoch zum eigentlichen Schrein.)






Kyoto ist beruehmt fuer seinen goldenen Pavillion, der zwar nicht sehr gross ist, aber dennoch recht prunkvoll anzusehen.





Neben den Gebaeuden ist Kyoto auch noch beruehmt fuer seinen abstrusen Lebensmittelmarkt, aufdem man alles kaufen kann von eingelegten Seegurken bis Kaese. Jeder der Daniel kennt, weiss natuerlich dass er irgendetwas merkwuerdiges probieren musste. Und da haben wir es unten im Bild: Sein kleiener Snack fuer zwischendurch war doch tatsaechlichb ein Babyoktopus mit einem Ei im Kopf, ja ihr habt richtig gelesen, der Kopf war mit einem Huehnerei ausgefuellt.....




Sein zweiter Snack: ein Tintenfisch, dessen Koerper mit Tintenfischeiern gefuellt war....

Ein traditionelles Viertel von Kyoto.




Traditionelle Kleidung




Und was gehoert noch nach Kyoto? Richtig, hier wird Jagd auf die letzten Geishas von Japan gemacht......und bammmm da haben wir sie!



Sonntag, 20. September 2015

Bambuswald und alte Hauptstadt

Weiter gings in Richtung Kyoto, die alte Hauptstadt von Japan. Nicht umsonst wird sie auch als die kulturelle Hauptstadt Japans angsehen und ist an alten Tempeln und Shrines nicht zu uebertreffen. Es wimmelt nur so von Weltkulturerbe, dass man auch in drei Tagen nicht alles anschauen kann.

Zuerst machten wir halt in einem Bambuswald am Stadtrand von Kyoto. Ein kleiner Spatziergang im Schatten bei bruellend heisser Sonne tat uns gut. Der Bambuswald ist zwar schoen anzuschauen, doch nebenan wohnen will man nicht, denn es wimmelt nur so von Spinnen in Bambuswaeldern.




Nach dem Bambuswald fuhren wir ins nahe Nara, eine Stadt, die auch frueher 70 Jahre als Hauptstadt diente und fast genausoviel Kultur zu bieten hat wie Kyoto. Dort befindet sich naemlich der groesste Buddha Japans, im groessten Holzgebaeude der Welt.

Das riesen Tori des groessten Holztempels der Welt; (wer kann mich im Bild finden?)



Das groesste Holzgebaeude der Welt:


Das Rechts soll der groesste Budda Japans sein:


mitten im Tempel stehen tausend Japaner an um durch das Loch in einem uralten Pfosten zu kriechen.....erinnert mich ein bisschen an die Redwoods in den USA, wo man mit dem Auto durchfahren kann, nur in sinnloser.....man bemerke den Gesichtsausdruck der Frau, die gerade merkt, dass sie stecken geblieben ist.....


Wir machen jetzt mal einen kleinen Ausflug in die Religion Japans. Neben dem vorhandenen Buddhismus gehoeren die meisten Japaner der Religion des Shintoismus an. Shintoishmus ist eine Naturreligion und mit ihr werden in tausenden von Schreinen auch tausende von Gottheiten der Natur verehrt.



Vor jeden Schrein befindet sich ein sogenanntes Tori(Tor) durch das man den Schrein betritt.
 Danach geht man zu dem Wasserbecken um sich reinzuwaschen.


 Man fuellt seine Schoepfkelle mit dem Wasser aus dem Hahn und fuellt es erst in die linke Hohlhand, dann in die rechte. Zum Schluss nimmt man Wasser mit der linken Hand auf und fuehrt es zum Mund um sich den Mund auszuwaschen.

Dann ist man sozusagen rein genug und darf zum Schrein vor und beten. Man wirft eine Muenze ins Opferkaestchen und laeutet die Glocke (hier das rote Band) um die Geister zu holen. Verbeugt sich,  betet und klatscht zweimal in die Haende um anzuzeigen, dass das Gebet fertig ist, bevor man sich wieder verbeugt und geht. Eigentlich ganz simpel.

Zum Abschied noch ein Foto, dass ich einfach aufnehmen musste, weil ich es so lustig fand....wer mir den Ort der Aufnahme verraet kriegt einen Stern ins Heftchen!



Freitag, 18. September 2015

Hiroshima und Himeji

Von Miyajima gings weiter nach Hiroshima. Die traurige Geschichte dieser Stadt kennt ja jeder, doch die Erinnerungen an die Bombe noch mit eigenen Augen zu sehen, zeigt einem nocheinmal genauer wie krank die Vergangenheit sein kann.
Zuerst machten wir einen Abstecher zum Atomicbomb Dome, auf dem sich ironischerweise jede Menge Kraehen niedergelassen hatten.



Danach schlenderten wir durch den Memorial Park vorbei an dem Monument in Gedenken an die Kinder, die damals umgekommen sind. An den Monument sind Ketten mit Origamikranichen festgebunden, in Gedanken an die kleine Sadako, die aufgund der Strahlung spaeter an Leukaemie verstorben ist. Ein altes Sprichwort in Japan sagt, dass wenn man 100 Kraniche faltet, ein Wunsch in erfuellung geht, und so hat die kleine Sadako in ihrem Krankenhausbett hunderte von Kranichen gefaltet um gesund zu werden. Sie ist aber leider schnell verstorben. Heute noch, falten regelmaessig Schulkinder 100 Kraniche um sie an dem Monument zu Ehren der verstorbenen Kinder festzubinden.



Im Park befindet sich auch das Museum, indem die Gesichte der Bombe und deren Opfer nocheinmal erzaehlt wird.

Nach Hiroshima machten wir einen kurzen Abstecher nach Himeji. Himeji ist beruehmt dafuer, die groesste und aelteste Burg in ganz Japan zu besitzen. Die Stadt alleine ist recht klein, doch die Burg war schon wirklich beeindrucken mit ihrer riesigen Burganlage.








Donnerstag, 17. September 2015

Okayama, Miyajima

Unser naechstes Lager schlugen wir in Okayama auf. Eigentlich wollten wir nach Hiroshima, doch dort war alles an guten Uebernachtungsmoeglichkeiten ausgebucht, sodass wir uns entschlossen die 200 km zu pendeln. Mit dem Shinkansen ist das moeglich und wir brauchten nur 40 Minuten dafuer.


Die Stadt Okayama ist an sich nicht wirklich beruehmt, dennoch waren wir ueberrascht wie gut sie uns gefaellt. Wir sind am ersten abend auch spontan in ein Festival mit tausenden von Kerzen und Lichtern, sowie Livemusik, vor der Burg hineingeraten, von dem wir gar nichts gewusst hatten. Das besondere an der Burg in Okayama ist, dass sie schwarz ist, man nennt sie auch die Crow Black Castle.




Den naechsten Tag pendelten wir zuerst nach Miyajima, welches eine Insel in der Naehe von Hiroshima ist, auf der sich der beruehmte Schrein mit seinem roten Tori im Wasser befindet (jedenfalls bei Flut).






Miyajima ist ein Ort fuer Pilger, da die gesamte Inseln mit Schreinen uebersaeht ist.

Maedchen im traditionellen Yukata, gerichtet fuer das Pilgern.



Das gibt es vor jedem Restaurant, sieht aus wie echtes Essen, nur ist es aus Plastik. die Japaner sind Weltmeister im Essenfaelschen:



Aufpassen muss man auf der Insel nur auf die freilaufenden Rehe, die sowas von penetrant sind und sich mit einem selbst um seinen Abfall streiten. Nicht selten sieht man ein Reh mit einer Plastiktuete im Mund herumlaufen. Vor allem, da Japaner sowas von Verpackungsfanatiker sind. Alles wird doppelt und dreifach verpackt. Ist man beim Baecker, wird jedes Broetchen einzelnd verpackt und dann nochmal alles zusammen. Trozdem ist es erstaunlich, dass wirklich niergendwo Muell herumliegt! Wirklich niergendwo, obwohl es so gut wie keine Muelleimer gibt. Man laeuft and tausenden von Pachinkospielhoellen und Udonnudelstaenden vorbei, aber Muellereimer gibt es nicht mal im Stadtpark. Das Land hat naemlich das Projekt, dass die Leute den Muell zu hause wegwerfen sollen. In Deutschland liegt der ja trotz Muelleimern auf der Stasse. Der einzige Ort an dem es Muelleimer gibt, ist der 7Eleven. Der ist sowieso die Rettung fuer alle Touris, denn trotz HighTech ist eins immer noch erstaunlich in Japan; Normale ATMS nehmen nur einheimische Kreditkarten. Die einzigen Automaten die in Japan auslaendische Karten annehmen sind im 7Eleven oder in der grossen Postzentren.



Dienstag, 15. September 2015

Aso-San

Auf nach Aso!
Aso ist ein kleines Doerfchen in einem Nationalpark auf Kyushu. Das besondere ist, das Aso zusammen mit anderen Doerfern in einem Vulkankrater liegt, dessen Umkreis ueber 100km betraegt.

Radfahren im Krater;



Inmitten dieses Vulkankraters, stehen noch die drei Kegel, aktiver Vulkane, von denen Aso-San wohl der beruehmteste ist, denn mitten in ihm befindet sich ein dampfender See. Normalerweise kann man den See einmal am Kraterand umrunden, doch bei uns war er leider hochaktiv mit schwerste Eruptionsgefahr, sodass wir Abstand halten mussten. Doch auch ohne nahe an ihn heranzukommen war es ein grossartiger Anblick, die immerwieder grossen Dampfwolken am Kraterrand aufsteigen zu sehen.




Nebenbei, konnten wir seine beiden Bruedervulkane besteigen, die uns eine schoene Aussicht einbrachten. Die Umgebung hatte mich ein bisschen an Herr der Ringe erinnert. Ich wusste nicht, dass es in Japan so viel Natur geben konnte.




Nach der Natur in Aso sind wir weiter nach Kumamoto gefahren. Kumamoto ist beruehmt fuer die letzte Hochburg der grossen Samurairevolte.



In Kummamoto ist uns aufgefallen, dass Japaner fuer Asiaten wirklich gross sind. Nicht selten sind wir einem Mann an die zwei Meter begegnet, auch wenn der Durchschnitt immer noch kleiner ist, als der der Europaer und die Frauen meistens auf High Heels wie im Salat herumstapfen. (Wirklich, die koennen darauf echt nicht laufen und ziehen trotzdem unmoegliche Schuhe an). Dazu, selbst in der groessten Hitze, noch Handschuhe bis zum T-Shirtrand, einen grossen Hut, Sonnenschirm, damit die lilienweisse Haut auch bei bedecktem Himmel ja keinen Sonnenstrahl abbgekommt. Gebraeunt ist da naemlich total out.